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Neues zu anschaffungsnahen Aufwendungen beim Erwerb älterer Gebäude

21. Oktober 2016


Beim Erwerb eines älteren Gebäudes kommt es häufig vor, dass neben den Anschaffungskosten weitere Aufwendungen notwendig sind, um das Objekt in einen Zustand zu versetzen, der eine Vermietung mit entsprechend vernünftigen Mieten ermöglicht.

Häufig besteht in diesen Fällen nicht die Möglichkeit des sofortigen Werbungskostenabzugs, weil die Nettokosten für die Instandsetzung und Modernisierungsarbeiten innerhalb von drei Jahren nach Erwerb 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen.

In diesen Fällen liegen sogenannte anschaffungsnahe Herstellungskosten vor mit der Konsequenz, dass diese Aufwendungen nur über die Abschreibung (2 % pro Jahr) geltend gemacht werden können.

Der Bundesfinanzhof hat sich nunmehr der Meinung der Finanzverwaltung angeschlossen, dass ein Werbungskostenabzug zu versagen ist, wenn die gesamten Nettoaufwendungen 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen.

Es gehören damit auch reine Schönheitsreparaturen sowie Maßnahmen, die das Gebäude erst betriebsbereit machen oder die es über den ursprünglichen Zustand hinaus verbessern, zu den Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Zusammengefasst ist festzuhalten: Alle Sanierungskosten innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung eines Gebäudes sind zusammenzurechnen. Eine Aufsplittung der Gesamtkosten in Aufwendungen für Schönheitsreparaturen und Instandhaltung- und Modernisierungs-kosten ist nicht zulässig. Bitte beachten Sie darüber hinaus, dass Aufwendungen, die zu einer wesentlichen Anhebung des Standards Ihrer Immobilie führen, ebenfalls zu Herstellungs-kosten führen

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